Die 32 beliebtesten Katzenrassen in Deutschland

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Die Katze zählt in Deutschland mit Abstand zu den beliebtesten Haustieren. Rund 15 Millionen Tiere leben nach einer Erhebung des Marktforschungsinstitut Statista in der Bundesrepublik. Somit hat sich die Anzahl der Katzen in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Zum Vergleich, in Deutschland gibt es dagegen nur knapp 9 Millionen Hunde. Mit der Zeit haben sich bei den Katzen verschiedene Rassen herausgebildet, die bei den Menschen immer beliebter wurden. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Geschichte, die Herkunft, sowie über den Charakter der beliebtesten Katzenrassen.

Maine Coon Katze

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Der Name dieser Katzenrasse stammt aus den USA. Auf der einen Seite setzt sich der Rassenname durch den Bundesstaat Maine zusammen und auf der anderen Seite lässt sich das Wort „Coon“ von „raccoon“ (Waschbär) ableiten. Dies liegt daran, dass die Länge des Fells und die kräftige Statur stark dem Waschbären ähnelt. Erwähnungen findet die Maine bereits um 1860 auf landwirtschaftlichen Messen.

Allerdings wurde sie dort noch „Shag“ genannt. Durch Auswanderer im 19. Jahrhunderts ist die Maine Coon Katze schließlich international bekannt geworden. 1973 haben US-Katzenvereine diese Rasse schließlich offiziell anerkannt. Ihr Wesen zeichnet sich durch eine warme Geselligkeit aus. Im Gegensatz zu manch anderen Rassen ist die Maine Coon sehr umgänglich.

Norwegische Waldkatze

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Die norwegische Waldkatze ist sehr sozial orientiert, verschmust, sowie sehr verspielt. Alleinsein fällt ihnen sehr schwer. Sie sind aufgekratzt, achten auf ihre Umgebung und arbeiten sehr gerne mit Menschen. Ihren Ursprung hat die Waldkatze in Norwegen. Dort wird sie auch als Norsk Skogkatt.

Sie finden bereits in der altnordischen Mythologie im Zusammenhang mit der Göttin für Liebe und Fruchtbarkeit, Freya, erste Erwähnungen. Aufzeichnungen über die Waldkatze in der jüngeren Vergangenheit findet man dagegen erst in den frühen 1930er. Aus dem Grund geht man davon aus, dass die norwegische Waldkatze nicht mit anderen Waldkatzen verwandt ist. Vielmehr handelt es sich um eine Kreuzung von einheimischen Katzen mit Perserkatzen und der türkischen Angora.

Bengalkatze

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Clever, aufgeweckt und gesellig. Diese Adjektive treffen auf die Bengalkatze zu. Oft wird sie, aufgrund ihres Fells, auch Leopardenkatze genannt. Sie eignet sich besonders für unternehmungslustige Menschen, die eine geräumige Wohnung besitzen. Bekommt die Bengalkatze genug Aufmerksamkeit wird sie schnell zu einem verspielten und verschmusten Mitbewohner.

Auch wenn Katzen an sich sehr wasserscheu sind, so trifft dies nicht auf diese Rasse zu. Sie lieben das Wasser und scheuen sich auch nicht vor einer Badewanne. Offiziell ist diese Katze erst seit 1999 als eigenständige Rasse anerkannt. Gezüchtet wurde sie allerdings schon in den 1960er Jahren in den USA. Sie ist eine Mischung aus Wild- und Hauskatzen.

Siamkatzen

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Die Siamkatze ist ein besonders gefühlvolles Tier. Sie teilt ihre Stimmung unheimlich gerne ihren Besitzern mit und macht gerne auf sich aufmerksam. Aus dem Grund benötigt diese Rasse besonders viele Streicheleinheiten und das Gefühl einzigartig zu sein. Siamkatzen finden bereits erste Erwähnungen am siamesischen Hof des 14. Jahrhunderts. Man sagt ihnen in dieser Zeit eine besondere spirituelle Kraft nach, sodass diese Katze einen außergewöhnlichen Status einnimmt.

Um 1884 ist die Siamkatze nach England gelangt. Der König Siam hat dem britischen Generalkonsul ein Zuchtpärchen als Geschenk überreicht. In Deutschland wird diese Katze mit den heutigen Zuchtstands ab 1927 gezüchtet. Die Lebenserwartung der Siamkatze ist von der Zuchtlinie abhängig. Erbbedingt ist sie sehr anfällig für Krankheiten. Dennoch haben Siamkatzen mit 18 bis 20 Jahren eine sehr hohe Lebenserwartung.

Perserkatze

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Warum gehört diese Katzenrasse zu den beliebtesten? Dies mag an ihrem eleganten Fell und ihrem ruhigen Charakter liegen. Pflegeleicht, gelassen und anschmiegsam, dies beschreibt die Perserkatze am besten. Sie benötigt nicht sehr viel Platz und gibt sich auch mit wenig Aufmerksamkeit zufrieden. Sie zählen somit zu den sehr ruhigen und friedlichen Katzen, die keinen Zerstörungswahn kennen. Ältere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Perserkatze von den persischen Langhaarkatzen und von den Angorakatzen abstammen.

Jedoch gehen neuere Recherchen davon aus, dass diese Rasse von langhaarigen Hauskatzen aus Russland abstammen. Die systematische Zucht der Perserkatze hat um 1850 in England angefangen. In den 1970er Jahre boomte die Perserzucht vor allem in den USA. Daraus sind allerdings schwerwiegende Probleme mit der Atmung und den Tränenkanälen bei den Tieren entstanden. Mit den heutigen Zuchtstandards in Europa wird dies aber wieder behoben.

Britisch Kurzhaar

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Diese Katze zählt zu den ältesten, einheitlich gezüchteten Rassekatzen. Bereits 1871 sind die ersten britisch Kurzhaarkatzen in dem Londoner Crystal Palace ausgestellt worden. Die Geschichte reicht allerdings noch weiter zurück. Schon mit den Römern sind erste Katzen dieser Rasse nach England gelangt. Durch die Einkreuzung von Perserkatzen ist schließlich die heutige britisch Kurzhaarkatze entstanden.

Charakterlich ist diese elegante Katze beinahe perfekt an die britische, edle Verhaltensweise angelehnt. Sie ist sehr anpassungsfähig, ruhig und anschmiegsam. Auch wenn diese Katze durch ihr elegantes Wesen schnell die Herzen vieler Katzenliebhaber stehlt, so ist sie vor wenigen Jahrzehnten vor dem Aussterben bedroht gewesen. Doch heute ist davon nichts mehr zu spüren. Diese Hauskatze versteht sich sehr gut mit anderen Katzen und fühlt sich in Gesellschaft sehr wohl.

Heilige Birma

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Eine Legende besagt, dass die heilige Birma als weiße Tempelkatze einem hohen Priester während des Sterbens beigestanden hat. Als dieser schließlich gestorben ist, hat sich die weiße Tempelkatze in die heutige heilige Birma verwandelt. Die Augen färbten sich blau, ihre Beine, sowie ihr Schwanz samtig Gold und ihre Pfoten weiß. Noch heute werden der Katze mystische Kräfte zugesagt.

Für Katzenliebhaber ist diese Rasse optimal, denn sie möchte ihren Besitzern außerordentlich gefallen. Sie ist sehr liebevoll und anhänglich. Aber auch ansonsten kommt ihr sehr wenig Unfug in den Sinn. Die heilige Birma lässt sich leicht erziehen und gibt sich mit einem geringen Pflegeaufwand zufrieden. Die systematische Zucht dieser Rasse hat 1925 in Frankreich begonnen. Heutige Rassenstandards der heiligen Birma sind durch die Einkreuzung von Perser- und Siam Katzen geprägt.

Deutsch Langhaar

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Diese Katzenrasse hat ihren Ursprung im 20. Jahrhundert, ist allerdings nach dem zweiten Weltkrieg völlig in Vergessenheit geraten. Erst 2005 wurde die systematische Zucht diese Rasse wieder aufgenommen. In Deutschland gehörte die Langhaarkatze zu jüngsten Rassekatzen, aber gleichzeitig ist ihr Urtyp bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt.

Dabei ist sie aus der Einkreuzung von russischen und europäischen Hauskatzen hervorgegangen. Ihr Wesen ist lebendig, kuschelig und verschmust. Durch das lange Fell ist der Pflegeaufwand für diese Rasse aufwendiger als bei anderen. Die Langhaarkatze dankt es aber ihrem Besitzer, wenn ihr Fell regelmäßig gebürstet wird. Sie ist eine treue Katze, die gerne mit Kleinkindern spielt.

Kartäuser Katze

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Die Kartäuser Katze lässt sich einfach erziehen. Sie fügt sich sehr gut in eine neue Familie ein und liebt das Schmusen mit ihren Besitzern. Auch wenn sich diese Katzenrasse eine Portion Wildheit gesichert hat, so ist sie dennoch sehr ausgeglichen. Aufgrund der geringen Zahl dieser Rasse treten mit der Zucht jedoch Inzestprobleme und Erbkrankheiten auf. Diese lassen sich aber leicht behandeln.

Die Kartäuser Katze eignet sich auch sehr gut für Großfamilien. Sie baut schnell eine Bindung auf und kann sich innerhalb der Familie gut behaupten. Diese Rasse zählt neben der Perserkatze zu der ältesten Zuchtrasse. Bis in die 1970er Jahre wurde sie zusammen mit dem Genpool der britisch Blue gezüchtet. Erst ab 1977 hat eine getrennte Zucht mit unterschiedlichen Rassenmerkmalen begonnen.

Abessinier

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Diese elegante Rassekatze hat ihren ganz eigenen Kopf. Sie zeichnet sich durch ein sehr aktiv und aufmerksames Wesen aus. Hat sie sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt, möchte sie es auch umsetzen. Ihr kurzes goldenes Fell machen die Abessinier zu einer sehr geschätzten und ansehnlichen Katzenrasse. Sie stammt dabei von der Falbkatze ab. Durch die Einkreuzung von Siamkatzen hat die Abessinier ihre Merkmale als Wüstenkatze erhalten.

1954 hat der Zoologie-Professor Friedrich Schwangart diese Katzenrasse als keine Exoten aus Afrika, sondern als exotische Zucht aus England betitelt. Dennoch halten sich um diese Katzenrasse sehr viele, zum Teil sehr exotische, Mythen und Legenden. Auch bei dieser Rasse können, aufgrund der Inzucht, Erbkrankheiten auftreten. Aber auch unheilbare Stoffwechselkrankheiten können bei Abessinier auftreten.

Burma Katze

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Die Burma Katze stammt aus dem südostasiatischen Raum. Dabei steht der Name für „Glückverheißender Charakter“, weshalb diese Katze bei vielen sehr beliebt ist. Sie hat ein freches Wesen und ist eine echte „Quasselstrippe“. Mit ihr wird es im Haushalt definitiv nie langweilig, denn die Burma liebt das Toben durch und durch. Diese Rasse wurde dabei Anfang der 30er Jahre von einem US-Navy-Arzt aus der Region Burma nach San Francisco eingeführt.

Dort wurde sie 1936 offiziell als eigenständige Rasse anerkannt. Jedoch wurde diese Katzenrasse so aggressiv mit der Siamkatze gekreuzt, sodass der Status wieder aberkannt wurde. Doch dank einigen vernünftigen Züchtern konnte die frühere Burmarasse wieder eingeführt werden. 1954 wurde sie wieder als eigenständige Rasse anerkannt.

Türkisch Angora

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Die türkisch Angora ist die Urmutter der Langhaarkatzen. Sie stammt aus der Türkei und ist dort seit dem 16. Jahrhundert verortet. Gerüchten zu Folge soll auch Prophet Muhammed eine Angorakatze besessen haben. Die offizielle Zucht und weltweite Verbreitung wurde allerdings erst in den 1980er Jahren durch die türkische Regierung erlaubt. Seit dem erfreut sich die Angora großer Beliebtheit.

Das ist auch kein Wunder. Sie ist das optimale Haustier für Familien. Pflegeleicht, unkompliziert, spielerisch und selbstbewusst, das beschreibt diese Katzenrasse am besten. Mit ihr wird es definitiv nicht langweilig. Durch ihr intelligentes Wesen kann man ihr auch leichte Denksportaufgaben abverlangen. Leichte Tricks lassen sich mit ihr wunderbar umsetzen.

Devon Rex

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Gesellig und anhänglich, die Devon Rex ist eine überaus soziale Katze, die sich sehr gerne in der Nähe des Besitzers aufhält. Ihr welliges Fell ist dabei durch eine Genmutation aufgetreten. Vom Aussehen her ist die Devon Rex Geschmackssache. Viele vergleichen Ihren Kopf mit dem einer Fledermaus. Glaubt man Berichten, stammt die Devon Rex aus der englischen Grafschaft Devonshire.

Durch die Kreuzung von Burma, Hauskatzen und Britisch-Kurzhaarkatzen sind schließlich die Devon Rex um 1960 entstanden. Aufgrund der kleinen Population dieser Katzenrasse können Inzestprobleme und Erbkrankheiten auftreten. Dies führt nicht selten zu Immunschwächen und zu kürzen Lebenserwartungen. Dennoch erfreut sich die Devon Rex großer Beliebtheit, denn schon 1967 wurde sie offiziell von der Fédération Internationale Féline (FiFe)als eigenständige Rasse anerkannt.

Ragdoll

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Diese Samtpfote hat sich schnell in die Herzen ihrer Besitzer geschnurrt. Hält man sie im Arm und schenkt ihr die nötige Portion Aufmerksamkeit wird die Ragdoll zu einem echten Plüschtier. Damit sie sich in einer Wohnung wohlfühlt, benötigt sich ausreichend Platz und zu jederzeit eine Person um sich herum. Sie kann nur schlecht alleine sein. Wenn man sich diese Katzenrasse anschaffen möchte, sollte man auf die Zuchtlinie Wert legen.

Die Ragdoll ist anfällig für Herzfehler. In den 80er Jahren hat sich die professionelle Züchterin Ann Baker in den USA eine Genmanipulation der Angora und Siamkatzen gewagt, sodass aus dieser Kreuzung die heutige Ragdoll mit dem plüschigen Fell entstanden ist. Interessant ist, dass die Ragdoll als größte Hauskatze im Guinness-Buch der Rekorde steht.

Savannah Katze

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Diese Katzenrasse ist eine Kreuzung von afrikanischen Servals mit verschieden Hauskatzen. Auch wenn ihr Aussehen, ihr Blick eine friedliche Natur vermuten lässt, hat sie es faustig hinter den Ohren. Sie jagt gerne kleinere Nagetiere und Vögel. Lässt man sie alleine in der Natur herumstöbern, wird sie mit Sicherheit ihre Beute mit nachhause bringen. Ihr Charakter ist etwas eigen und menschenscheu, dennoch fühlt sie sich in einer großen Wohnung sehr wohl.

Mit ihrer Sprungkraft von atemberaubenden 3,6 Metern übertrifft sie viele ihrer Artgenossen. Bei dieser Katzenrasse handelt es sich um eine sogenannte Hybrid-Katze. Bedeutet, dass sie eine Mischung aus Wild- und Hauskatze ist. Gerade in den USA hat sich dieser Trend der Kreuzung weit verbreitet. Auch wenn Kenner wissen, dass sich solche Kreuzungen nur schwer als Haustiere eignen.

Sibirische Katze

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Ein eleganter Stubentiger, der es liebt auf dem Thron zu sitzen. Ruhig, gelassen, aber gleichzeitig auch kräftig und aufmerksam, das ist die sibirische Katze. Ihre Heimat hat die Katze in Russland und in der Ukraine. Aufgrund des dicken Fells ist es der sibirischen Katze problemlos möglich gewesen den niedrigen Temperaturen zu trotzen. Schnell hat sie sich in dieser Region einen Namen als ausgezeichneter Mäusejäger gemacht.

Auch wenn diese Katzenrasse bis in die 80er Jahre kaum im Westen bekannt gewesen ist, hat sich dies in den 90er schnell geändert. Seit 1992 ist als eigenständige Zuchtrasse offiziell anerkannt. Das Fell dieser Katze lässt zwar viel Pflegeaufwand vermuten, dies ist aber nicht so. Sie schafft es größtenteils alleine das Fell frei von Knoten zu halten. Daher eignet sich die sibirische Katze sehr gut für Familien.

Cornish Rex

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In der freien Natur treten in der Evolution Genmutationen auf. So auch bei der Cornish Rex. Bei dieser Rasse ist der Genabschnitt mutiert, der für die Entwicklung des Fells verantwortlich ist. Bedeutet, es wird vermehrt Kreatin ausgeschüttet, sodass das Fell seine wellige Art bekommt. Es können aber auch Mutationen auftreten, die für eine nackte Haut sorgen. Züchter haben sich diese Mutation gezielt zunutze gemacht und die nackte Cornish Rex weitergezüchtet.

In den 30er Jahren hat die Zucht dieser Katzenrasse in Großbritannien, den USA und auch vereinzelt in Deutschland begonnen. Allerdings stammt sie ursprünglich aus der Grafschaft Cornwall. Sie zeichnet sich durch einen eleganten Körper mit starken Muskeln aus. Vom Wesen her ist die Cornish Rex sehr verspielt, anhänglich, verschmust und liebevoll. Die optimale Hauskatze.

RagaMuffin

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Die RagaMuffin gehört zu den Ragdoll-Katzen. In den 80er Jahren wurde diese Katzenrasse speziell in den USA herangezüchtet. Durch die Einkreuzung von Perser-, Siam- und Angorakatzen ist die heutige RagaMuffin entstanden. Ziel ist es gewesen eine Katzenrasse zu schaffen, die sich durch ein besonders flauschiges, langes Fell und ein großes Wesen auszeichnet. Lässt man die RagaMuffin zu lange alleine kann sie sehr unangenehm werden.

Doch verwöhnt man sie ausreichend und schenkt ihr die nötige Aufmerksamkeit, ist sie eine sehr soziale, sowie gesellige Katze. Im Grunde genommen besitzt sie einen sehr ruhigen und liebevollen Charakter, sodass sie sich optimal als Familienkatze eignet. Ihre Aufmerksamkeit und ihre Intelligenz lassen es zu, dass sich die RagaMuffin sehr gut erziehen lässt. Durch Inzucht können bei dieser Katzenrasse Krankheiten wie Anämie, Erblindung und Herzschwäche auftreten.

Bombay Katze

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Durch eine spezielle Kreuzung aus der Burma und der American Shorthair wollte man einen schwarzen Panther im Homestyle heranzüchten. Herausgekommen ist die heutige Bombay Katze. Bereits in den 50er Jahren hat man mit der eigenständigen Zucht dieser Katzenrasse begonnen. Auch wenn der Name einen Ursprung in Indien vermuten lässt, so ist dies nur auf die Fantasie der Züchter zurückzuführen.

Diese Katzenrasse und ihre Ahnen haben ihren Ursprung in den USA. Interessant ist allerdings, dass die Bombay in Europa als Rasse nicht offiziell anerkannt ist. Auch wenn Sie auf der einen Seite eine sehr liebevolle Art und Weise mitbringt, so ist sie auf der anderen Seite doch sehr lebhaft. Sie spielt und tobt sehr gerne, sodass sie ihrem Besitzer sehr viel Beschäftigung abverlangt.

Nebelung

Diese Katzenrasse hat ihren Namen durch das nebelfarbige Fell erhalten. Sie ist aus der Kreuzung von der russisch Blau mit einer nicht näher bezeichneten Langhaar-Katze in den 80er Jahren in den USA entwickelt worden. Ihr elegantes Wesen verzaubert immer wieder die Herzen ihrer Besitzer, sodass sich diese Katze schnell über den kompletten Globus verbreitet hat.

Aber auch ihr ruhiger und ausgeglichener Charakter ist dafür verantwortlich, dass sich viele Familien für die Nebelung entscheiden. Sie entwickelt schnell eine Anhänglichkeit zu Kleinkindern. Leider gibt es von dieser Katzenrasse nur eine sehr kleine Population, beziehungsweise nur einen sehr kleinen Genpool. Dies sorgt dafür, dass durch Inzucht vermehrt Erbkrankheit auftreten.

American Curl

Das Markenzeichen dieser Hauskatze? Ihre verformten Ohren. Sie sind nach außen abgerundet, weshalb diese Katzenrasse auch nach dieser Eigenart benannt wurde. Dabei ist dieses Markenzeichen auf ein Gendefekt zurückzuführen, der durch ein autosomal-dominanten Erbgang weitergegeben wird. Um 1980 hat man angefangen diesen Gendefekt gezielt zu nutzen, um rassetypische Merkmale zu erzeugen.

Offiziell wurde die American Curl erst 2003 von der Fédération Internationale Féline anerkannt. Der Charakter dieser Katze ist stark davon abhängig aus welcher Zuchtlinie sie entstammt. Besteht die Zucht aus Einkreuzungen von Siamkatzen, fällt ihr Charakter deutlich lebhafter aus als bei der Einkreuzung der Maine Coon.

Balinese

Balinesen stammen weder aus Indonesien noch aus Bali, auch wenn der Name es vermuten lässt. Ebenso handelt sich bei dieser Katzenrasse um keine Rasse, die durch eine natürliche Selektion entstanden ist, sondern durch eine gezielte Zucht aufgebaut wurde. Ahnen dieser Katze sind Siamkatzen aus Thailand gewesen. Um 1800 wurden diese über die USA nach England gebracht.

Anschließend hat man durch die Kreuzung von Siamkatzen mit der Birma die heutigen Rassenstandards der Balinese gefestigt. Um 1930 wurde diese Katzenrasse offiziell registriert und bei öffentlichen Ausstellungen vorgeführt. Der Name Balinese ist auf das tänzerische Wesen dieser Katze zurückzuführen. Sie ist so elegant, wie balinesische Tänzer. Ihr Wesen ist dementsprechend lebhaft, verspielt und anhänglich.

Javanese

Sie ähneln stark der Balinesenkatze, sowie der Siamkatze. Das ist auch kein Wunder, denn die Javanesen gehen aus der Kreuzung dieser Katzenrassen hervor. Ihren Ursprung hat diese Rasse in den USA. Durch die gezielte Zucht hat man es geschafft eine robuste Katze zu schaffen, die für Krankheiten nicht sehr anfällig ist. Javanesen sind daher optimale Familienkatzen. Sie lieben das Schmusen, sie sind anhänglich und sehr aufmerksam.

Kompliziert bei dieser Katze ist, dass unter den unterschiedlichsten Bezeichnungen bekannt ist. 1979 wurde sie zwar als eigenständige Rasse anerkannt, doch Vereine und Verbände nannten sie nicht einheitlich Javanese. Sie ist ebenso als Mandarin oder auch als orientalische Langhaar-Katze bekannt. Allerdings sollte man sie nicht mit diesen Rassen vertauschen. Der Körper der Javanesen ist muskulös, aber gleichzeitig auch besonders geschmeidig.

Sokoke

Zurzeit ist diese Katzenrasse in Deutschland noch recht selten, doch mit jedem neuen Jahr findet die Sokoke immer mehr Anhänger. Dies mag daran liegen, dass diese Hauskatze besonders gesellig ist und sich innerhalb einer neuen Familie sehr gut einlebt. Sie ist verschmust und liebt das Toben mit kleinen Kindern. Ihren Ursprung hat die Sokoke in Kenia. Genauer gesagt im Sokoke-Arabuke-Regenwald.

Die englische Farmerin Jeni Slater entdeckte auf ihrer Kokosnussplantage im Jahr 1979 einen verwaisten Wurf dieser wildlebenden Katzenrasse. Sie kreuzte die Sokoke mit schwarzen Hauskatzen und züchtete sie bis 1984 auf der Plantage weiter. Über eine Freundin ist diese Rasse schließlich nach Dänemark gelangt und von dort aus in die ganze Welt.

Snowshoe

Snowshoe-Katzen mit Ursprung in den USA haben einen einzigartigen Charakter. Dies macht diese Katze zu einem echten Geheimtipp. Mit der Geburt sind die Katzen noch völlig weiß. Erst mit der Zeit entwickelt sich eine vielfältige Fellfarbe. Man weiß also nie, wie diese Rasse im erwachsenen Alter aussieht. Sie zeichnet sich durch einen eigenwilligen Charakter aus und erfreut sich an spielerischen Aktivitäten. Auch wenn sie nicht so anhänglich, wie andere Katzen ist, überzeugt sie durch ihre soziale Intelligenz.

Ebenso kommt sie mit anderen Haustieren sehr gut zurecht. Gerade zusammen mit Hunden freundet sie sich sehr gerne an. Ihre Geschichte beginnt Ende der 60er Jahre. Aus einer Zuchtlinie von Siamkatzen hat sich eine Art entwickelt, die an ihren Pfoten sogenannte „Schneeschuhe“ haben. Diese Merkmale wurden dann gezielt weiterentwickelt. Allerdings schien die Nachfrage nach dieser Rasse anfangs ausbleiben, sodass diese Rasse bereits Ende der 70er fast ausgestorben ist. Erst durch Erwähnungen in den 80er in der Fachpresse hat sie sich über die Landesgrenzen hinaus verbreitet.

LaPerm

Die perfekte Schmusekatze, das ist die noch sehr junge LaPerm. Ihr einzigartiges Merkmal ist ihr Fell. Vergleichbar mit der Dauerwelle. Ihr Charakter ist dazu auch noch sehr bezaubernd. Eine Katze, die sich in naher Zukunft weit verbreiten wird. Sie ist sehr menschennah und kann sich mit ihnen sehr gut verstehen. Besser sogar als die normale Hauskatze. Entstanden ist diese Rasse dabei 1982 in den USA auf einem Bauernhof.

Durch eine Genmutation ist eine Katze mit einem sehr hellen, lockigen Fell entstanden. Diese Genmutation wurde anschließend gezielt ausgenutzt, um diese Rasse weiterzuführen. Auch die Einkreuzung von anderen Rassen hat dem lockigen Fell nicht geschadet, da dieses dominant weitervererbt wird. Doch seit 2015 haben offizielle Zuchtvereine das Kreuzen dieser Katzenrasse untersagt.