Schuppen beim Hund: Daran kann es liegen

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Hund hat Schuppen

Hilfe, mein Hund hat Schuppen! Wenn es kratzt und juckt. Schuppen beim Hund treten bei allen möglichen Altersgruppen und Rassen auf. Die Haut ist das größte Organ des Körpers und wird gerne auch als der „Spiegel des Inneren“ bezeichnet. In diesem Beitrag werden wir den Ursachen einer schuppigen Haut auf den Grund gehen und herausfinden, was du gegen Schuppen beim Hund tun kannst.

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Schuppen sind abgeschilfterte, also tote Hautzellen. Sie können im einfachsten Fall bei Hunden durch eine trockene Haut verursacht werden. Vor allem im Winter aufgrund der trockenen Heizungsluft. Doch oft sind Schuppen beim Hund auch Folgen von anderen Ursachen, dazu zählen Haut- und Stoffwechselerkrankungen. 

Wenn trockene, juckende oder schuppige Haut deinem Hund große Probleme bereitet, dann musst du dich über die Ursachen, Symptome und besten Behandlungsmöglichkeiten für dein Haustier informieren. Du solltest am besten einen Tierarzt besuchen, um mit ihm über über die Ursache und eine geeignete Behandlung zu sprechen.

Schuppen erkennen

Falls du dir nicht sicher bist, ob dein Hund Schuppen hat, dann solltest du sein Fell und die Haut an mehreren Körperstellen auf weiße und- oder gelbe Punkte kontrollieren. Bei dunklem Fell sind diese recht einfach zu erkennen, beim hellen Fell muss man etwas genauer hinschauen. Solltest du deutlich eine trockene und sichtbare Schuppenbildung erkennen, dann spricht man hier von einer trockenen Seborrhoe (Störungen der Verhornung).

Wenn du viele eher klebrige Punkte im Fell entdeckst, dann kann es sich auch um Milben handeln. Sie ernähren sich von den Schuppen und legen auch ihre Eier im Fell ab. Milben und Seborrhoe können bei deinem Hund zudem einen Juckreiz auslösen.

Ursachen für Schuppen

Hautschuppen sind, wie auch bei uns Menschen, abgestorbene Hautzellen, welche nach der natürlichen Hauterneuerung entstehen. Somit ist eine geringe Anzahl an Schuppen kein großes Problem und diese können recht einfach durch das Bürsten mit einer Bürste* (von Amazon) herausgebürstet werden. Dabei wird gleichzeitig die Haut massiert und die Druchblutung verbessert.

Trockene Haut kann jedoch auch tatsächlich ein Zeichen für ein größeres Problem bei deinem Vierbeiner signalisieren. Eine trockene Haut ist oft ein Symptom mit vielen Ursachen. Allergien, Parasiten, Stoffwechselstörungen oder eine falsche Ernährung sind nur einige dieser Ursachen. Hat dein Hund das ganze Jahr über Schuppen oder nur zu bestimmten Jahreszeiten?

Ein Hund wechselt zweimal im Jahr das Fell. Im Frühling sowie im Herbst. Was eine hohe Belastung für den Körper und die Haut deines Vierbeiners ist. Dafür benötigt er unteranderem viel Eiweiß und Zink, sowie bestimmte Fettstoffe. Zudem profitiert die Haut von ungesättigten Fettsäuren, welche vor allem in Raps- Lein- oder Lachsöl vorhanden sind. Hierbei solltest du dich bei deinem Tierarzt über mögliche Nahrungsergänzungsmittel informieren.

Manchmal werden Schuppen beim Hund auch durch Umweltbedingungen wie kaltes Wetter, trockene Heizungsluft und durch übermäßiges Baden verursacht. Viele Hundeshampoos basieren auf der gleichen, chemiegetränkten Rezeptur wie billige Spülseifen aus dem Discounter. Rein gar nichts, was die Hundehaut gut verträgt.

Auch die Schampoos, welche du benutzt sind für deinen Vierbeiner nicht geeignet. Die menschliche Haut liegt im eher im sauren Bereich, die der Hunde je nach Rasse und Größe im alkalischen Bereich.

Ungeeignete Substanzen können nicht nur die Haut austrocknen und Schuppen verurachen, sondern auch Allergien auslösen. Hier empfehlen wir dir unseren Beitrag über „Hundepflege – Naturkosmetik statt Chemiekeule“ zu lesen. Hier sind die häufigsten Ursachen für Schuppen beim Hund kurz zusammengefasst:

  • Mangelernährung: Mangel an Vitamin A oder Zink​
  • Stress oder Langeweile
  • Trockene Heizluft
  • Stoffwechselstörung
  • Entzündung der Talgdrüsen
  • Infektionen, Pilzinfektion
  • Allergien
  • Seborrhoe
  • Parasiten wie Hundeflöhe
  • Hormonelles Ungleichgewicht
  • Fellwechsel

Allergien

Hunde können, genauso wie wir Menschen, Allergien bekommen. Sie gehören sogar zu den häufigsten Hautkrankheiten bei Hunden. Auslöser für eine trockene Haut und somit auch Schuppen können unter anderem Nahrungsmittel, Pollen, Staub, Gras, Tierhaare, Futterbestandteile und Flohspeichel sein. Wir haben einen ganzen Beitrag über Allergien beim Hund für dich hier veröffentlicht.


Videos aus dem Web

Wenn eine Allergie unbehandelt bleibt, kann diese zu einer Hautinfektion führen und trockene Haut, Juckreiz, eine Rötung und Entzündung hervorrufen. Ein Tierarzt sollte hier aufgesucht werden.

Schuppen beim Hund behandeln

Da es sehr viele und zum Teile gefährliche Ursachen gibt, ist es wichtig, dass du mit deinem Hund zum Tierarzt gehst, sobald du eine Veränderung des Fells, der Haut oder eine Zunahme von Juckreiz, Kratzen, Rötungen oder starkem Lecken bemerkst.

Dem Tierarzt solltest du ausführlich darüber berichten, wann die Symptome begannen, wie sie sich entwickelt haben und wie sich das Verhalten deines Hundes in letzter Zeit verändert hat. Das Aussehen von Hautproblemen kann sich sehr schnell durch Sekundärveränderungen, Lecken oder Kratzen verändern, so dass dein Tierarzt auf deine Ausführunge über die Entwicklung der Veränderungen angewiesen ist.

Der Tierarzt kann eine Blutuntersuchung durchführen, um eventuell eine Stoffwechselstörung oder eine Mangelernährung feststellen zu können. Bei Verdacht auf eine Allergie kann ein Allergietest durchgeführt werden, welcher oft aber nur in Verbindungen mit dem entsprechenden zeitlichen Verlauf oder der entsprechenden Fütterung und den Symptomen interpretiert werden kann.

Der Test alleine ist leider meist nicht aussagekräftig genug. Gerade bei Futtermittelunverträglichkeiten kann oft erst die Ausschlussdiät (mit anschließender Provokation) eine endgültige Diagnose sichern

Fazit

Es gibt viele Ursachen, die Hundeschuppen auslösen können. Es ist wichtig, dass du den Ursachen auf den Grund gehst und dich beim Tierarzt beraten lässt, um Krankheiten ausschließen zu können. Dieser Text wurde von Tierärztin Dr. Berit Ullmann überarbeitet.

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