Schmerzen beim Hund: 7 Anzeichen, dass dein Hund Schmerzen hat

Hund Schmerzen
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Woran erkenne ich, dass mein Hund Schmerzen hat oder krank ist? Eine berechtigte Frage, da ein Vierbeiner ja nicht einfach so mit uns sprechen kann, um uns von seinem Leiden zu erzählen. Ein weiteres Problem ist, dass der Hund eher selten zeigt, dass ihm etwas wehtut oder erst dann, wenn es ihm bereits wirklich schlecht geht.

Und da kein Hundehalter gerne seinen Vierbeiner leiden sieht, ist es generell wichtig, das Tier regelmäßig vom Tierarzt untersuchen zu lassen. Doch auch ein wachsames Auge ist wichtig, um erste Anzeichen von Schmerzen richtig zu interpretieren.

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Schmerzen beim Hund erkennen

Anders, als früher angenommen, weiß man heute, dass Tiere genauso Schmerzen empfinden, wie wir Menschen. Eventuell leiden sie sogar stärker darunter. Doch anders als wir, versuchen Hunde und auch andere Tiere ihre Schmerzen oft zu verbergen. Damit dein Hund nicht unnötig leiden muss, ist daher schnelles handeln gefragt.

Dafür musst du natürlich erst einmal erkennen, dass dein Vierbeiner unter Schmerzen oder einer anderen Erkrankung leidet. Wir haben für dich einige Beispiele zusammengestellt, welche womöglich auf Schmerzen beim Hund hindeuten.

1. Allgemeine Anzeichen

Als Tierbesitzer ist es wichtig, dass du dein Haustier immer aufmerksam beobachtest und seine normalen Aktivitäten und Verhaltensweisen gut kennst. Nur so kannst du schnell erkennen, wenn etwas mit deinem geliebten Tier nicht stimmt und dieses womöglich Schmerzen hat.

Allgemeine Anzeichen für Schmerzen beim Hund sind, wenn der Vierbeiner plötzlich dazu tendiert, sich zurückzuziehen, er verkriecht sich in einer Ecke oder unter dem Tisch, er wird generell bewegungsunlustig, wirkt unruhig, läuft hin und her (Rastlosigkeit), humpelt oder stellt das Fressen ein (Appetitlosigkeit). Ein Hundehalter, welcher mit dem Tier bereits seit einer Weile zusammenlebt, sollte hier bereits erkennen können, dass “etwas” mit dem Haustier nicht stimmt.

2. Starkes Lecken und Beißen bei Schmerzen

Bei einem lokalisierten Schmerz durch eine Wunde oder Verletzung wird der Hund meist versuchen, diese bestimmte Stelle zu lecken und gegebenenfalls auch an diesem Punkt sich selbst zu beißen.

Wenn deine Fellnase zum Beispiel ständig seine Pfote leckt, dann kann es gut sein, das ihm diese Schmerzen bereitet. Falls dein Hund sich vermehrt die Schnauze leckt, schmatzt oder ungewöhnlich viel sabbert, dann können diese Symptome auch auf Übelkeit hindeuten.

3. Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit wegen Schmerzen beim Hund
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So gut wie alle Hunde fressen gerne. Sehr gerne sogar. Daher kann ein Desinteresse an Futter und Appetitlosigkeit ein Warnzeichen für Schmerzen oder andere Erkrankungen sein. Wenn dein Hund Schmerzen hat, dann kann es sein, dass er das Fressen und / oder Trinken teilweise oder sogar komplett einstellt. Möglich wäre auch, dass er aufgrund von Schmerzen Probleme hat, an den Futternapf zu gelangen.

Appetitlosigkeit kann zudem ein Zeichen für eine schwerwiegende Erkrankung wie Leber- und Nierenerkrankungen, Infektionen und sogar Krebs sein. Falls dein Vierbeiner das Fressen verweigert, dann solltest du kein Risiko eingehen und ihn so schnell wie möglich zu einem Tierarzt!

4. Lautäußerungen

Ein weiteres Anzeichen dafür, dass dein Hund Schmerzen hat, ist eine erhöhte Lautäußerung. Vor allem bei plötzlichen Schmerzen kann der Hund kurz aufschreien.

Hunde, und auch andere Tiere jammern oder “weinen” in der Regel nicht durchgehend aufgrund von Schmerzen. Sie schreien eher kurz auf, wenn diese plötzlich oder das erste Mal auftreten.

5. Bewegungsabläufe

Bei plötzlichen Schmerzen kann der Hund ruckartig aufspringen oder zusammenzucken, sich der Quelle der Schmerzen zuwenden oder sich ständig zum Beispiel zum After umdrehen.

Generelle Schwierigkeiten beim Bewegen können ein Anzeichen für Erkrankungen wie Arthritis (Gelenkentzündung) oder Hüftschmerzen sein. Lahmheit zeigt ebenfalls einen schmerzhaften Zustand an. Sollte dein Hund plötzlich Humpeln, dann kannst du dir recht sicher sein, dass ihm etwas schmerzt.

Zum Beispiel die Pfote oder ein Bein. Hunde mit Schmerzen neigen auch dazu, sich viel weniger und zudem langsamer zu bewegen und können oft “steif” erscheinen. Tiere und auch wir Menschen versuchen meistens eine schmerzhafte Stelle zu schonen, indem wir sie nicht mehr belasten.

6. Vermehrtes Hecheln

können hunde schwitzen
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Hecheln ist ein normales Verhalten bei Hunden, vor allem nach Anstrengung oder bei Wärme. Dir ist bestimmt aufgefallen, dass dein Vierbeiner nach intensiven Übungen wie dem Laufen nach einem Ball oder Spielzeug stark hecheln kann, besonders im Sommer bei hohen Temperaturen.

Sie regulieren auf diese Weise ihre Körperwärme, da Hunde nicht schwitzen können, wie wir Menschen es tun, wenn uns zu warm ist oder wir uns angestrengt haben.

Sollte dein Hund aber schwer atmen, hecheln oder du eine Kurzatmigkeit feststellen kannst, obwohl er sich nicht angestrengt hat und es auch nicht besonders warm ist, dann kann dieses Verhalten auf Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf Probleme, Stress, einen Schock oder Schmerzzustand hinweisen.

7. Weitere Symptome für Schmerzen beim Hund

Hier haben wir für dich weitere Symptome für Schmerzen kurz zusammengefasst:

  • Schonhaltungen
  • Verweigert Treppen steigen, ins Auto ein- aussteigen, springen
  • Stöhnen und winseln
  • Ungewöhnliche Bewegungen
  • Unruhe, Rastlosigkeit
  • Starkes kratzen und / oder beißen
  • Aggressives Verhalten und beißen (bei Berührungen wie Hochheben)
  • Ständiges reiben von Körperteilen (wie Ohren oder Maul)
  • Kopfschiefhaltung und Kopfschütteln (Entzündung im Ohr)
  • Ausweichreaktionen beim Ertasten von Körperregionen

Fazit zu Schmerzen beim Hund

Hund beim Tierarzt
Hund beim Tierarzt – wavebreakmedia/shutterstock.com

Alle genannten Symptome für Schmerzen in diesem Beitrag sind nicht vollständig, da die Anzeichen sehr vielseitig sein können. Daher solltest du mit deinem Hund bei den genannten Anzeichen für Schmerzen und auch bei anderen auffälligen Verhaltensänderungen schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Hat dir dieser Beitrag gefallen? Lass es uns weiter unten in den Kommentaren wissen!