Was ist Krebs beim Hund? Tierärztin erklärt

Krebs beim Hund
Bild: @shutterstock.com

Vielleicht hast du bei deinem Hund Knubbel oder Wucherungen in der Haut gefunden oder im Röntgen oder Ultraschall sind Auffälligkeiten festgestellt worden und du fragst dich: Hat mein Hund Krebs? Wenn ja, was heißt das für meinen Liebling? Und was genau ist eigentlich Krebs?


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Was ist Krebs beim Hund? Krebs ist die unkontrollierte Zellteilung, welche zu einer Verdrängung und Zerstörung von umliegendem Gewebe führt. Normalerweise hören Zellen bei Kontakt zum umliegenden Gewebe auf sich zu teilen. Teilt sich die Zelle trotzdem weiter, wird sie vom Immunsystem als entartet erkannt und eliminiert. Findet beides nicht statt, führt dies zum unkontrollierten Wachstum.

Es gibt viele verschiedene Arten von Krebs, auch beim Hund. Hierbei wird oft das Wort „Tumor“ als Synonym eingesetzt. Allerdings heißt Tumor nur Schwellung auf Latein und sagt per se erst einmal nichts über die Qualität der Umfangsvermehrung aus. Das heißt, ein Tumor kann sowohl gutartig (benigne) als auch bösartig (maligne) sein.

Eine endgültige Einordnung kann nur die Untersuchung im Labor bringen. Allerdings sind langsam wachsende, gut abzugrenzende Tumoren oft gutartig. Schnell wachsende Tumore mit einer schlechten Abgrenzung zum umliegenden Gewebe hingegen ist meist ein schlechtes Anzeichen. Jedoch gibt es in beiden Fällen auch Ausnahmen.

Alle Arten von Krebs haben eines gemeinsam: wird er früh erkannt und hat noch keine Metastasen in anderen Organen gebildet, kann eine komplette Entfernung des Primärtumors zur Heilung führen.


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Sollte die komplette Entfernung des (bösartigen) Tumors möglich sein, sollte mit der Entscheidung zur Operation nicht lange gewartet werden, um das Risiko von Metastasen, also der Streuung des Tumors, so gering wie möglich zu halten.

Sind jedoch schon Metastasen vorhanden, führen diese meist zu Problemen, welche nur schwer beherrschbar sind. Krebserkrankungen sind, wie schon erwähnt, eine Kombination aus entarteten Zellen und einer Nicht-Erkennung durch das Immunsystem und daher in der Regel nicht ansteckend.

Es gibt jedoch einige wenige Ausnahmen: Das Sticker-Sarkom stellt sich als fleischfarbene Wucherung, insbesondere der äußeren Geschlechtsorgane dar. Es ist eine übertragbare Tumorart, welche vor allem, aber nicht ausschließlich, beim Deckakt über kleine Schleimhautverletzungen übertragen werden kann. Zum Glück spricht das Sticker-Sarkom meistens gut auf Chemotherapeutika an. Die meisten anderen Tumore sind jedoch nicht übertragbar.

Im Folgenden werde ich auf einige öfter auftretende Tumore eingehen. Es gibt aber noch eine Vielzahl anderer Tumore sowohl bösartiger als auch gutartiger Natur. Solltest du Umfangsvermehrungen bei deinem Hund beobachten, ist es daher immer ratsam einen Tierarzt aufzusuchen.


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Aber bitte denk dran, dass es auch viele anderen Ursachen für Veränderung zum Beispiel der Haut geben kann, welche auch mit einer Umfangsvermehrung einhergehen, zum Beispiel Zysten oder Abszesse. Mache dich also bitte nicht verrückt, wenn du einen Knubbel bei deinem Liebling entdeckst, sondern lass es von deinem Tierarzt untersuchen. Weiterlesen auf Seite 2.

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