Pfotenlecken beim Hund: Was steckt dahinter?

Pfotenlecken beim Hund

Pfotenlecken beim Hund ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches und bis zu einem gewissen Grad auch normal. Doch wenn dein Vierbeiner sich ständig die Pfoten leckt, dann kann dies ebenfalls auf ernsthafte gesundheitliche Probleme hindeuten.

Aber auch Verhaltensprobleme wie Langeweile und Verlassensängste können ein Grund für das übermäßige Lecken der Hundepfote sein. Mehr über diese und andere Ursachen wirst du hier erfahren.

Während es normal ist, dass Hunde ihre Pfoten hin und wieder lecken und pflegen, deutet ein exzessives Lecken oft auf ein zugrunde liegendes Problem hin. Vor allem, wenn es von heute auf morgen auftritt.

Mögliche Ursachen können Erkrankungen der Pfoten oder Krallen sein, Allergien und Juckreiz, aber auch Verhaltensprobleme wie Angst, Stress und Langeweile können zu einem suchthaften Lecken und Benagen (Beknabbern) führen. 

Oft kann man bei Hunden mit einer hellen Fellfarbe eine dunkle Verfärbung durch den Speichel am Fell der Pfoten erkennen. Da ein Vierbeiner uns nichts von seinem Leiden oder seinen Problemen erzählen kann, ist es wichtig, dass jeder Hundebesitzer stets auf die Körpersprache, Signale und auf das allgemeine Verhalten achtet.

Falls dein Vierbeiner trotz ausreichend Bewegung und Auslauf nicht aufhören kann, seine Pfoten zu lecken und dies sogar nachts, dann solltest du dieses Verhalten keineswegs ignorieren, da Erkrankungen der Grund für ein ständiges Lecken der Pfoten sein können.

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Mögliche Ursachen für Pfotenlecken beim Hund

Pfotenlecken beim Hund

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Da wir die psychischen Verhaltensprobleme wie Angst, Stress und Langeweile bereits angesprochen haben, werden hier hauptsächlich medizinische Erkrankungen aufgelistet.

Es handelt sich hierbei um Beispiele. Für eine genaue Diagnose und Therapie solltest du unbedingt einen Tierarzt zurate ziehen.

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Folgende Krankheiten können für ein ständiges und krankhaftes Lecken der Pfoten verantwortlich sein:

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  • Allergien
  • Parasitenbefall
  • Hautpilze
  • Entzündungen
  • Tumore (Krebs)
  • Krallenbruch
  • Fremdkörper
  • Fellfilz

Allergien

Auch Hunde können an bestimmten Allergien leiden. Vor allem Kontaktallergien lösen einen Juckreiz an den Pfoten eines Hundes aus. Dies führt wiederum zum ständigen Pfotenlecken.

Von einer Kontaktallergie spricht man, wenn Probleme nur an den Körperstellen auftreten, an denen ein direkter Kontakt mit dem Allergen stattgefunden hat. Allergene sind die Stoffe oder Substanzen, die eine allergische Reaktion auslösen.

Chemikalien aus Teppichreinigern oder Weichspülern, mit denen die Hundepfoten in Kontakt gekommen sind, können eine Allergie auslösen.

Falls dein Hund, vor allem im Winter, ständig die Pfoten leckt, dann kann Streusalz für ein Brennen oder einen Juckreiz verantwortlich sein.

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Parasitenbefall

Demodikose ist eine parasitäre Hauterkrankung bei Hunden, welche durch die Vermehrung von Demodexmilben hervorgerufen wird.

Sie leben und vermehren sich hauptsächlich in den Haarfollikeln sowie Talg- und Schweißdrüsen und sind mithilfe einer mikroskopischen Untersuchung vom Tierarzt nachweisbar.

Durch die Vermehrung der Demodexmilben kommt es oft zum Haarausfall an den betroffenen Stellen, zur Rötung der Haut und starkem Juckreiz.

Hautpilze

Das Pfotenlecken beim Hund kann selten auch ein Indiz für bestimmte Hautpilze wie Hefe-, Faden- und Sprosspilze sein. Sie treten oft an den Pfoten sowie Gliedmaßen auf und können zu einer Infektion führen, welche wiederum einen Juckreiz beim Hund hervorrufen kann.

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Zudem schädigen Hautpilze die Haarfollikeln und führen sehr oft auch zu Haarausfall. Der Tierarzt kann eine Pilzerkrankung diagnostizieren und dich über eine entsprechende Therapie beraten.

Zwischenzehenabzesse

Bei Zwischenzehenabzessen handelt es sich um Entzündungen der Zwischenzehenhaut. Probleme mit den Pfoten, wie zum Beispiel Plattfüße, können Haarschäfte in tiefere Hautschichten eindringen und Fremdkörperreaktion verursachen.

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Bläschen, Abszesse und Hautrötungen sind die Folgen. Diese sind wiederum schmerzhaft für den Hund und können ein ständiges Belecken der Pfoten zur Folge haben. Behandelt werden Zwischenzehenabzesse mit Antibiotika, Salben und Bädern.

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Krallenbruch

Durch ein Trauma oder Unfall können die Krallen des Hundes brechen oder abreißen. Dabei kommt es eher selten zu Blutungen, somit werden Verletzungen an den Krallen oft von Hundebesitzern übersehen.

Diese sind natürlich schmerzhaft für das Tier und können sich zudem auch entzünden, wenn sie unbehandelt bleiben. Der Vierbeiner leckt die Pfote dann ständig, weil sie ihm Schmerzen bereitet.

Oft ist auch ein Humpeln ein eindeutiges Indiz dafür, dass etwas mit einer Pfote nicht stimmt und schmerzhaft für den Hund ist.

Fremdkörper

Falls das Pfotenlecken beim Hund akut nur an einer Pfote auftritt, dann sollte stets auch an einen Fremdkörper gedacht werden.

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Eine Getreidegranne, vor allem im Sommer, kann sich schnell in eine Hundepfote bohren und dem Hund schmerzen bereiten.

Aber auch Nadeln, kleine Nägel, Glasscherben und andere spitze Gegenstände können in eine Pfote eingedrungen sein.

Falls dein Hund also nur speziell eine Pfote leckt, dann solltest du diese gründlich auf Fremdkörper untersuchen und gegebenenfalls einen Tierarzt aufsuchen, da sie oft nur chirurgisch entfernt werden können.

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Erzähle uns von deinen Erfahrungen und ob du das Problem mit dem Pfotenlecken beim Hund in der Griff bekommen hast.