Was mögen Hunde nicht? Diese 14 Dinge solltest du kennen

Was Hunde nicht mögen

Hast du dich auch schon einmal gefragt, was Hunde nicht mögen? Sie gelten als freundliche Familientiere. Zudem wissen gerade ältere Menschen die Gesellschaft der extrem anpassungsfähigen Schnüffelnase zu schätzen.

Manchmal verschmelzen Hund und Mensch so sehr, dass der Tierhalter beginnt, seinem Hündchen zu ähneln. Dennoch, bei aller Hundeliebe und bei aller Anpassungsfreude des Hundes, so gibt es doch Verhaltensweisen und Dinge, die die Spürnase so ganz und gar nicht an Herrchen und Frauchen leiden mag. Was Hunde nicht mögen, sogar ablehnen und dementsprechend widerborstig darauf reagieren, erfährst du hier.

1. Ein Hund lässt sich kaum zum Menschen umerziehen

Was Hunde nicht mögen, ist eine Vermenschlichung. Manch ein gutes Mütterlein meint, ihr verschmustes Hundekind sollte vielleicht eine schicke Frisur bekommen. Dem nicht genug: So eine Halskette oder eine rosafarbene Strähne machen auch viel daher.

Dabei gibt es wenig zu lachen, erst recht nicht, wenn die etwas egoistisch oder egozentrisch veranlagte Tierhalterin das liebe Hündchen gleich noch in den Puppenwagen packt und mit ihm spazieren geht.

Da kratzt sich so mancher Fachmann am Kopf und fragt sich, ob dieses Verhalten noch gesund sein kann.

Für das Haustier ist es jedenfalls pures Gift, denn die empfindliche Haut des Hundes nimmt solche Färbe- oder Parfumieraktionen recht übel. Schwere Allergien können die Folge sein. 

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Und die Schnüffelnase leidet an Körper und Seele. Knurrt das Hündchen plötzlich sein Frauchen an oder macht sein Geschäft mitten auf den gepflegten Teppich, weiß die Hundebesitzerin hoffentlich, wo sie dran ist und hört mit diesen albernen und zudem schädlichen Spielchen auf!

2. Die Ernährung deiner Spürnase muss tiergerecht sein

So manch ein Tierhalter denkt: was der Mensch gut verträgt, erfreut auch das Verdauungssystem von Struppi und Co.

Was Hunde überhaupt nicht mögen oder besser gesagt, erst gar nicht vertragen, sind stark gewürzte Lebensmittel, Alkoholika, Süßwaren und natürlich verdorbene Kost.

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Denke bitte immer daran, dass die Nahrung deiner Schnüffelnase auch vom Alter des Tieres abhängig ist. Junge Tiere erhalten ein anderes Fresschen als adulte Tiere bzw. Senioren.

In gut sortierten Tiergeschäften findest du die richtige Kost für schier jeden Hundegeschmack und jede Altersklasse. Zudem gibt es Nahrung für Hunde mit hoher Allergieneigung oder sonstigen Erkrankungen. Hier sind die Inhaltsstoffe genau auf die Befindlichkeit des Tieres abgestimmt.

Solltest du unsicher sein, was deine Hunderasse verträgt, frag einfach im Fachgeschäft oder beim Tierarzt nach – denn wer sein Tier liebt, füttert es richtig! Mehr über giftige Lebensmittel für Hunde kannst du übrigens hier nachlesen.

3. Langeweile auf Spazierwegen? No way!

Wohl kennst du das Gefühl grenzenloser Langeweile. Nun stell dir kurz vor, du hättest jeden einzelnen Tag deines Lebens stets das gleiche Programm. Nie könntest du etwas anderes tun, als Aufstehen, Arbeit oder Schule, Essen und Schlafengehen.

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Nach einer Weile würdest du mit hoher Wahrscheinlichkeit die Wände hochgehen und dir vor Verzweiflung die Fingernägel abkauen. Genauso oder so ähnlich geht es deinem Vierbeiner, wenn du mit ihm täglich dieselbe Strecke abläufst.

Auch ein Haustier, und hier besonders der Hund, braucht Abwechslung. Bekommt er sie nicht oder nur selten, fristet er ein trauriges Dasein, und dies wiederum schlägt sich auf das Gemüt des sonst so lebensfrohen Hundes nieder.

Um es deutlich auf den Punkt zu bringen: Hunde mögen öde Spaziergänge nicht! Gib deiner Spürnase immer wieder etwas Neues zum Schnüffeln und Entdecken. Nimm Spielzeug (Ball oder Stock) mit auf euren Trip und lass ihn danach jagen.

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Auch Leckerlis dürfen auf einem langen Marsch nicht fehlen. Fiffi liebt es, zwischendurch von dir verwöhnt zu werden. Nimm dir jeden Tag eine andere Route vor und baue kleine Überraschungen mit ein.

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Du wirst sehen, dein Hund wird dich dafür vergöttern und ein langes Hundeleben erreicht dein Haustier auf diesem Weg am aller ehesten – denn Glück und Gesundheit liegen beim Tier, wie übrigens beim Menschen auch, sehr nah beieinander.

4. Ein Leben ohne Spielkameraden ist für den Hund undenkbar

zwei shiba Inu hunde

Zwei Shiba Inu - TOM KAROLA/shutterstock.com

Was Hunde weiter nicht mögen, ist allein Zuhause zu sein. Wenn du berufstätig bist und erst spät abends in deine Wohnung zurückkehrst, ist das wahrscheinlich weniger gut für dein Tier.

Der Hund muss mehrmals täglich Gassi gehen, sonst macht er seine kleinen und großen Geschäfte irgendwann in deine Wohnung. Und das ist, wie du dir vorstellen kannst, alles andere als schön.

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Sicher besteht die Möglichkeit einen Nachbarn zum Gassi-Gänger abzukommandieren. Ob dies allerdings gut für euer Tier-Mensch-Verhältnis ist, bleibt offen. Eine Schnüffelnase braucht Kontakt und einen Partner, der sich liebevoll um ihn kümmert.

Denk immer daran, mit dem Erwerb eines Haustieres übernimmst du eine große Verantwortung. Du entscheidest, ob es deinem Welpen gut geht oder ob er, weil du ihn vernachlässigst, nur deprimiert vor sich hin vegetiert.

Du bist also Herr und Meister des Verfahrens und Fiffi wird seine Rechte, wenn es sein muss, lautstark einfordern. Spiel mit deinem Hündchen, wenn es Zeit dazu ist.

Leg dir hierfür einen bestimmten Tagesplan zurecht, auf dem verzeichnet ist, wann du mit deiner Schnüffelnase Gassi gehst, wann du zu Hause Ball mit ihm spielst, wann Schmusezeit ist, wann es leckeres Fresschen gibt etc.

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Du wirst sehen, das gefällt deinem Hund. Ein feuchtes Schmätzchen ist dir gewiss!

5. Dein Vierbeiner braucht ein Vorbild, sonst reagiert er verwirrt

Hunde möchten wissen, wo sie stehen und wer der „Leitwolf“ im Rudel ist. Das klingt vielleicht sehr animalisch, entspricht aber der Wahrheit.

Wer meint, sein Hündchen „verweichlicht“ großzuziehen und dementsprechend auch zu behandeln, erweist dem Haustier einen echten Bärendienst und muss vielleicht sogar damit rechnen, dass sich der Hund von heute auf morgen selbst zum Anführer erklärt und den Tierhalter wie seinen Untergebenen behandelt.

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Dass dieses Verhalten böse Folgen haben kann, liegt auf der Hand. So kommt es nicht gerade selten vor, dass Tiere aufgrund falscher Zeichensetzung plötzlich vollkommen ausrasten und ihr Herrchen oder ihr Frauchen verletzen.

Soweit darf es nicht kommen. Zeige deinem Vierbeiner auf sanfte Weise, wer der Herr im Hause ist. Stelle Regeln auf, die der Hund begreift und "schimpf" mit ihm, wenn er versucht, Regeln zu brechen.

Dein Hündchen braucht einen von dir vorgegebenen Tagesplan, sonst wird er zum „Reißwolf“. Kämpfe um die Rangordnung sind purer Stress für ihn. Gesünder und ruhiger kann er es angehen lassen, wenn er seinen Platz kennt.

6. Setz deinem Hund niemals eine fremde Katze vor die Nase

Hund und katze vertragen sich nicht

Artem Avetisyan/shutterstock.com

„…sind wie Hund und Katze“. Das bedeutet übersetzt: Sie vertragen sich nicht. Ein Hund, der ohne Katze aufwächst, dem sollte man nicht plötzlich eine Katze als neue Mitbewohnerin präsentieren.

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Sind beide Haustiere hingegen von klein auf aneinander gewöhnt, kann diese WG auch ein gutes Ende nehmen. Dennoch, die Schnüffelnase und der Stubentiger können in vielen Fällen nicht wirklich gut miteinander. 

Woran es liegt? An der Körpersprache! Ein hocherhobener Schwanz bei Frau Katze bedeutet Aufmerksamkeit und Freude, bei Herrn Hund ist das ein Angriffssignal.

Du siehst bestimmte Zeichen werden, da von Natur so gegeben, einfach missgedeutet. Und schon ist das Chaos perfekt! Was uns lehrt: Lasse Katze und Hund nie allein Zuhause, es könnte eine böse Überraschung folgen.

7. Für Hund unerträglich — Nicht dabei sein dürfen!

Grenze dein Hündchen niemals aus, denn er fühlt genau wie du. Ausgegrenzt, weggesperrt und ignoriert zu werden, bringt deinen Vierbeiner um den Verstand.

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Du quälst seine Seele mit solch einem nebligen Verhalten. Deine Spürnase versteht die Welt nicht mehr und wird alles daran setzen, wieder für dich im Mittelpunkt zu stehen.

Erwartest du beispielsweise Besuch, sollte auch dein Hund dabei sein dürfen. Darf er das nicht, kann eine Aggression gegen alle deine Besucher daraus entstehen.

Er, der Hund, wird Besuch mit Gefahr gleichsetzen und deine Freunde späterhin verbellen und im schlimmsten Fall sogar bedrohen.

Gib deinem Haustier bitte stets das Gefühl, ein Teil von dir und der Familie, ja auch von deinem engsten Freundeskreis zu sein, und er wird es dir mit freundlichen Begrüßungsritualen danken.

8. Hunde mögen es nicht, wenn du dich streitest

Streit mag so keiner wirklich. Kinder verstehen meistens nicht, wenn sich die Eltern einmal streiten und bekommen dabei auch nicht selten auch Angst. Viele von uns kennen es wahrscheinlich aus ihrer Kindheit.

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Natürlich sollte man ein Kind nicht mit einem Hund vergleichen, doch ihnen ergeht es im Grunde genauso. Viele Haustierbesitzer bekommen es oft gar nicht mit, dass sich der Vierbeiner während eines Streites in eine Ecke zurückzieht und sogar anfängt zu zittern, weil er mit der Situation überfordert ist.

Sie verstehen einfach nicht, warum sich Frauchen und Herrchen auf einmal anschreien. Zudem kann sich der Vierbeiner aggressiv gegenüber einem der beiden Streithähne verhalten, da er die andere Person beschützen möchte.

9. Was Vierbeiner auch nicht mögen — Flugreisen in Transportboxen

Verreisen mit dem Vierbeiner muss geprobt werden. Führe deinen Welpen langsam an das Thema Urlaub und Reisen heran, indem du deinem Hündchen die Transportbox* (Amazon) schon Tage vor der Abreise vorstellst. 

Er wird das fremde Teil zunächst ausgiebig beschnuppern, sich dann vielleicht schon direkt hereinlegen, um die Kiste als die seine zu markieren.

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Später, also vor der Abreise, wird er dann hoffentlich ohne Schwierigkeiten einsteigen und sich darin transportieren lassen.

Ohne diese Eingewöhnungsphase wirst du deinen Hund kaum dazu kriegen, in die fremde Box zu steigen, denn alles Neue macht dem Vierbeiner zunächst einmal Angst.

10. Dein bester Freund mag Tierärzte so gar nicht gerne!

Alles Fremde braucht Zeit, um sich daran zu gewöhnen und muss von deinem Wau-Wau erst einmal auf Herz und Nieren getestet werden. Der Tierarzt ist für deinen Hund zunächst einmal ein Wesen, das ihn, den Hund, verletzen könnte.

Wenn auch kein unendliches Vertrauen aufgebaut werden kann, so kannst du deinem Vierbeiner gemeinsam mit dem Tierarzt ein wenig Vertrauen ablocken.

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Ganz einfach, indem ihr Leckerlis während der Behandlung bereithaltet und deinem Hund zwischendurch ein paar beruhigende Worte und wohltuende Streicheleinheiten gönnt.

11. Laute Geräusche und schrille Schreie versetzen dein Hündchen in Panik

Du kennst das Verhalten deines Haustieres vielleicht von Silvester. Es knallt und funkelt überall. Wo ist Fiffi?

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Unterm Sofa oder unterm Bett, wo er sich sicher fühlt. Hunde mögen ungewohnten Lärm überhaupt nicht.

Sprich gerne in Zimmerlautstärke mit ihm, aber schreie ihn bitte nicht an. Sein empfindliches Gehör leidet nämlich unter zu grellen und extrem lauten Tönen.

12. Nicht immer nimmt dein Hund einen Neuankömmling sofort an

Hunde sind, wie anfangs erwähnt, absolute Familientiere. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine Art Eifersucht in dem Tier aufkeimt, zum Beispiel dann, wenn ein kleines Baby in die Wohnung einzieht und er seinen Platz in der Rangordnung gefährdet sieht.

Um dem Hund das Misstrauen und die Verlustangst zu nehmen, solltest du ihm das Baby zeigen. Er wird es sanft beschnuppern und feststellen, dass der Neuankömmling eigentlich ganz lustig ist.

Wenn du deinen Hund während der Besichtigung des Kindes dann noch liebevoll streichelst, wird dein Haustier das Baby annehmen, und nicht nur das, es wird es späterhin sogar als rechtmäßiges Rudelmitglied zu beschützen versuchen.

13. Stör deinen Vierbeiner nie beim täglichen „Zeitungslesen“!

Natürlich ist hier kaum das richtige Zeitungslesen gemeint. Dein Hund liest mit seiner Nase. Klingt seltsam? Ist aber so.

Bello nimmt Gerüche auf dem Spaziergang wahr und erkennt beispielsweise daran, welcher Hund bzw. welche Hundedame vor ihm schon da war und sogar, ob die Hündin vielleicht gerade läufig ist.

Auch kann er an den Duftspuren ablesen, wie groß der jeweilige Hund war und ob er ein Rivale für dein Hündchen sein könnte. Was für uns die Zeitung ist also für den Vierbeiner der tägliche Spaziergang.

Während des Ausgangs erfährt Fiffi, was in seinem Umfeld vor sich geht und welcher Rüde neu im Viertel ist. Stör ihn bitte nicht dabei, wenn er gerade am Lesen ist. Er könnte es dir übel nehmen.

14. Hunde untereinander möchten sich begrüßen und dabei nicht gestört werden

Stell dir mal vor, du würdest einen Freund oder eine Freundin herzlich begrüßen und ein anderer Mensch würde einfach dazwischen springen und dich wegziehen.

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Unverschämt! Findest du nicht? Genauso oder so ähnlich ergeht es deinem Hund, wenn du ihm sein Schnupper- und Begrüßungsritual vermasselst. Schließlich haben sich auch Hunde untereinander viel zu erzählen.

Dies geschieht zwar anders als beim Menschen, aber es hat die gleiche erfreuliche Wirkung. Austausch ist wichtig, natürlich nur dann, wenn sich beide Tiere augenscheinlich direkt verstehen!

Was Hunde nicht mögen - Fazit

Es gibt durchaus viele Dinge, die wir Menschen tun, aber Hunde so gar nicht mögen. Streit, Langeweile, übertriebene Hundeliebe oder ein aufgezwungenes Verhalten sind nur einige davon.

Dein Vierbeiner liebt dich bedingungslos, doch du solltest diesen auch als ein Tier respektieren und ihn nicht unnötig stressen und verunsichern.

Hast du einige dieser Punkte selbst erlebt oder gibt es sonst etwas, was dein Hund nicht mag? Lass es uns weiter unten in den Kommentaren wissen! Wir und andere Leser würden uns freuen!