Welcher Hund passt zu mir? Eine ultimative Anleitung

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Welcher Hund passt zu mir? Hast du dich reinen Herzens für einen Hund als Haustier entschieden, ist diese Frage durchaus sinnvoll, denn Hunde gibt es schließlich wie Sand am Meer.

Nur einen passenden Vierbeiner für dich musst du erst noch finden. Und dabei möchte ich dir gerne behilflich sein. Eins vorweg: ein Hund ist immer etwas Wunderbares und Besonderes. Aber ich glaube, das ahnst du schon. Also legen wir los!

Passt ein Hund zu mir?

Wer mit Tieren, insbesondere Hunden oder Katzen aufwächst, so sagt man, tut etwas Gutes für Körper und Seele.

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So ist es beispielsweise erwiesen, dass diese gerade Senioren ein besseres Lebensgefühl vermitteln, sogar wie eine Verjüngungskur wirken – und für die jüngere Generation lustige Weggefährten und Spielkameraden darstellen.

Kein Wunder, denn Haustiere, im Speziellen der quirlige Hausgenosse Hund, braucht Zuwendung sowie nachhaltigen Schutz.

Passt ein Hund zu mir
@shutterstock.com

Er, der gerne mit Frauchen oder Herrchen spazieren geht, ist im Großen und Ganzen auf uns Menschen angewiesen.

Wer sich seinem Hund achtsam widmet, fühlt sich gebraucht und hat eine besondere Aufgabe zu erfüllen:

Das Haustier artgerecht zu halten, gesund zu ernähren und liebevoll zu umsorgen. 

Fällt deine Entscheidung auf einen Hund, kommt augenblicklich die Frage auf: Welcher Hund passt zu mir?– denn es ist mitnichten egal, welcher Rasse der Hund angehört.

Wie beim Menschen auch verfügt jede Hunderasse über bestimmte Verhaltensmuster und Persönlichkeiten.

So sind manche Hunde eher von sanfter Natur, während andere schnell nervös werden und zu regelrechten Knurr- und Bellspielchen neigen. Sicher. 

Und da gebe ich dir in großen Teilen recht, ist das ganzheitlich betrachtete Wesen eines Hundes doch überwiegend an das Verhalten des Tierhalters gekoppelt.

Welche Erfahrungen hast du mit Hunden?

cavalier king charles spaniel hund
Best dog photo/shutterstock.com

Auch du stellst dir gerade die alles entscheidende Frage: „Welcher Hund passt zu mir?“. Sei dir sicher, mit dieser Frage stehst du nicht allein dar.

Doch bevor du dich ganz und gar der Analyse widmest, wäre es vielleicht gut zu wissen, ob du in deinem bisherigen Leben schon einiges an Haustiererfahrung sammeln konntest oder eher Neueinsteiger auf diesem tierischen Gebiet bist, denn eins ist gewiss:

Ein Hund ist keine Katze und auch ein Kaninchen verhält sich komplett anders, als es ein Hund je tun würde.

Und egal, welches Tier sein Leben bei dir verbringen darf, für alle tierischen Genossen gilt: 

„Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch hinaus“. Übertragen auf deinen Liebling bedeutet dies nichts anderes als:

Wie du mit deinem Tier umgehst, spiegelt sich später fast 1 : 1 im Verhalten deines Haustieres wider. 

Eine Missachtung oder ungute Behandlung des Vierbeiners kann beispielsweise zu einem erworbenen apathischen, bissigen, depressiven oder gar neurotischen Habitus des Tieres erheblich beitragen.

Aus diesem Grund ist es immer von Vorteil, sein Wunschtier schon etwas zu kennen oder zu wissen, welches Signal bei deinem Schlappohr richtig oder komplett falsch ankommen könnte.

Ist es der erste Hund, den du in dein Leben lässt, kannst du dich beispielsweise im Internet über die Angewohnheiten und den Charakter aller für dich infrage kommender Hunde informieren. 

Noch besser ist es, ein Tierheim oder einen Züchter aufzusuchen, um an Ort und Stelle Erfahrungen auszutauschen bzw. zielführende Fragen zu stellen.

Vielleicht hat aber auch jemand aus deinem Freundes- oder Bekanntenkreis Hundewelpen.

In diesem Fall ist ein gepflegter Gedankenaustausch in fröhlichem Kreise mit dem Hundekind vielleicht die optimale Gangweise? 

Auch Bücher über bestimmte Hunderassen oder allgemein über den Hund bringen dich ein gutes Stück weiter. Doch im Vertrauen:

Jeder Hund ist einzigartig, und egal was über seine Rasse geschrieben steht, er, dein neuer Kamerad wird trotzdem etwas von der Norm abweichen, da er von seiner neuen Umgebung und von dir als Herrchen oder Frauchen positiv inspiriert sein eigenes Ego entwickelt, und dies ist auch gut so!

Wer sein Hund verstehen möchte, muss seine Herkunft analysieren können

sibirischer husky schlittenhunde
Schlittenhunde – Melinda Nagy/shutterstock.com

Wusstest du schon, dass es genau sieben spezifische Hundetypen gibt?

Erstaunlich aber wahr. Dies lässt sich in etwa mit den verschiedenen Charakteren eines Menschen vergleichen. 

Wie wir sind oder wie wir uns später mal verhalten werden, wurde auch uns menschlichen Wesen sozusagen bereits in die Wiege gelebt – entweder angeboren oder anerzogen.

Nicht anders ist dies bei dem besten Freund des Menschen: dem Hund.

Auch ihm werden je nach Rasse verschiedene Charakterzüge und Eigenarten als angeboren fest mit in den Hundekorb gelegt. 

Sicher ist dein tierischer Freund trotzdem noch erziehbar und formbar, aber nur bedingt, denn Mutter Natur lässt sich auch hier nur sehr ungern ins Handwerk pfuschen.

Was man dem Hund abgewöhnen muss und anerziehen kann, ist keineswegs beliebig.

Von der Natur vorbestimmt: Alles muss seine Ordnung und seine Rangfolge haben – gerade bei Hunden!

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Angyalosi Beata/shutterstock.com

Doch betrachten wir erst einmal die sieben verschiedenen Hundetypen, welche sich streng genommen noch einmal in weitere Untergruppen aufteilen lassen.

Wir finden sie im wild lebenden Rudel hundeartiger Tiere, aber auch in der verschworenen, zivilisierteren Gemeinschaft der Schlittenhunde.

Was zunächst ungeordnet wirkt, hat erstaunlich feste Regeln und Rituale. 

Wie bei uns Menschen gibt es auch bei den Vierbeinern sogenannte „Führungspersönlichkeiten“, aber auch „Mitarbeiter“, die weniger dominant wie ihr Gegenpart in Erscheinung treten.

Das Verhältnis wird aus verlässlichen Quellen mit ca. 3 zu 4 angegeben.

Das bedeutet: Drei der insgesamt sieben Hundetypen stehen in der Rangordnung ziemlich weit oben, sind also die Leader und gebärden sich auch dementsprechend fordernd und stark. 

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Ihr Aufgabenbereich ist etwas gehaltvoller und zudem anspruchsvoller.

Es gibt einen vorderen Leader, einen zentralen Leader und einen hinteren Leader, denen jeweils „Mitarbeiter“ oder „Führhunde“ zugeordnet zu sein scheinen. 

Stellen wir gleich zu Anfang eines klar: für den zufriedenen und belastbaren Familienhund darf es nur einen „Boss“ geben. Und der musst du sein! 

Macht er dir diese Position streitig und scheiterst du in der Aufgabe, das klarzustellen, sind alle weiteren Bemühungen sinnlos, der Hund passt einfach nicht zu dir und kann durchaus zum Sicherheitsrisiko werden, das man keiner Lebensgemeinschaft zumuten kann.

Widmen wir uns nun den „Untergebenen“, den Mitarbeitern, die auch eine tragende Stellung im Hundedasein einnehmen:

Die vier Mitarbeiter hingegen symbolisieren den eher ruhigeren, anpassungsfähigeren Part der Hundemaschinerie. 

Sie laufen eher im Seilchen, sind trotzdem recht selbständig und lassen sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen.

Leader übertragen bestimmte Aufgaben auf ihre Mitarbeiter, die Führhunde. Ihre grundlegende Aufgabe ist es, den Leadern Rückendeckung und Geleitschutz zu schenken.

Auf die Führhunde folgen weitere Mitarbeiter, die als „Wächter“ bezeichnet werden.

Diese Hunde sind unselbständig und brauchen direkte Anweisung von der vordersten Führungskraft.

Für sie gehen die Hüter durchs Feuer und würden sogar ihr Hundeleben für den Rudelführer opfern. 

Auch gelten sie, die Hüter, als wichtige Informationsquelle für das gesamte Rudel.

Hinweis: Entstehen Lücken, fehlt also in der Rangfolge ein oder mehrere Hüter oder Führhunde, kann im Rudel leicht Unruhe aufkommen. Im Alltag, gerade auch in fremden Situationen wie beim plötzlichen Zusammentreffen mit anderen Rüden oder Weibchen, versuchen Hunde eine etwaige Unruhe zunächst durch ihre betont wirkende Anpassungsfähigkeit auszugleichen.

Ein Haushalt mit mehreren Hunden

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Drei Labrador Retriever – Rosa Jay/shutterstock.com

Da jeder Hund seine eigene Stellung einzunehmen versucht, kann es durchaus problematisch werden.

Entwickelt einer oder gleich mehrere Vierbeiner negativen Stress, kann die Situation vor Ort schon einmal eskalieren. 

Hier ist die Veranlagung der einzelnen Hunde-Charaktere entscheidend.

Du solltest also bei einer Mehrhundehaltung am besten immer als Ansprechpartner für jeden einzelnen deiner Hunde (siehe oben, „Boss“) fungieren können. 

Gelingt dies nicht, muss, so schlimm es auch klingen mag eventuell mit Resignation und Depression vonseiten des Tieres gerechnet werden.

Diese Information soll dir just einen kleinen Überblick über das Wesen des Hundes verleihen. Sie soll dich zur Einzel- noch zur Mehrhundehaltung animieren.

Es handelt sich aber um gute Informationen, die dir helfen, deinen Hund bewusst und mit all seinen Facetten wahrzunehmen, um in unklaren Situationen besonnen handeln zu können.

Bei Einzelhunden kannst du zum Beispiel eine typgerechte Behandlung erlernen.

Dies gibt dir die Chance, bei entstehenden Auffälligkeiten im Verhalten des Hundes, sofort Maßnahmen zu ergreifen.

Welchen Charakter soll dein Hund haben?

Als Anfänger ist es vorteilhaft, den Charakter seines zukünftigen Hundes zu kennen. Nur so könnt ihr ein gutes Team sein.

Vergiss niemals, ein Hund bewundert den Menschen nahezu abgöttisch und möchte ihn in allem gleichen und gefallen.

Dennoch, es gibt bestimmte Hunderassen, welche besonders stark eine führende Hand benötigen.

Dann wiederum gibt es Schlappohren, die gemütlich, tolerant und absolut schmusig drauf sind.

Ihnen könntest du einen Knochen wegnehmen, ohne dass sie dir den Kampf ansagen. 

Wenn du eher der ruhige Typ bist und gerne zuhause vor dem Fernseher verweilst, solltest du dir vielleicht nicht gerade einen Vierbeiner zulegen, der von Natur aus täglich immens viel Auslauf braucht.

Das Gleiche gilt übrigens auch für den umgekehrten Fall: Du bist Sprinter und trainierst täglich?

Dann suche dir bitte eine Hunderasse aus, die mit dir Schritt halten kann. 

Extrem kleine Hunde mit kurzen Beinen und eingeschränkter Atmungsfähigkeit eignen sich für intensive Waldläufe daher eher weniger.

Damit die Entscheidung insgesamt leichter fällt, habe ich hier einige Hunderassen und ihre Eigenschaften für dich zusammengestellt:

Treib- und Hütehunde

Australian Shepherd jung
Australian Shepherd – heikoandres/shutterstock.com

Beispielsweise der Australian Shepherd. Ihre Eigenschaften: Loyalität, Intelligenz und starkes Durchhaltevermögen bzw. starker Wille.

Sie gelten als anpassungsfähig und sind gute Familienhunde. Auslauf ist für sie sehr wichtig, schließlich wurden sie ursprünglich darauf getrimmt, Schafe zu hüten oder vor sich herzutreiben.

Schnauzer, Pinscher und ähnliche Arten

Schnauzer für Senioren
Schnauzer – @Elena11/shutterstock.com

Beide Arten besitzen ein ungestümes Temperament. Sein Charakter wird als gutmütig beschrieben.

Sie verfügen über ein wachsames Wesen und sie gelten als recht anhänglich und verspielt. 

Für Singles ebenso gut geeignet wie für eine Großfamilie. Man muss die beiden Rassen nur zu nehmen wissen, dann sind sie einfach nur genial.

Terrier und Dachshunde

Yorkshire Terrier
Yorkshire Terrier – tsik/shutterstock.com

Terrier und Dachshunde wurden zu früheren Zeiten für die Jagd gebraucht.

Dies steckt den beiden Rassen bis heute noch in ihren recht flinken Pfoten. 

Beide sind pfiffig, lustig und sehr gute Spielkameraden. Allerdings zeigen sie auch manchmal Launen, die man als Halter verstehen und begrenzen sollte.

Auch neigen sie zu Übermut, sind aber auf der andere Seite durchaus kooperativ und gelehrig.

Man muss ihnen zeigen, wer der Herr im Haus ist. Ist dies nicht klar, übernehmen sie gerne das Regiment. 

Als Spielkamerad für Kinder exzellent geeignet. Andere Heimtiere akzeptieren die beiden Rassen nur begrenzt.

Laufhunde

Ein Hund, der seine Beute über weite Stecken hinweg verfolgt. Dazu zählen erstaunlicherweise Dackel und Beagle.

So wuselig sie zu sein scheinen, so unauffällig und genügsam können sie sich in der Wohnung gebärden.

Auch mit weiteren Artgenossen kommen sie meist sehr gut aus. Gegenüber Fremden reagieren sie gerne zurückhaltend.

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Eine faire Haltung vorausgesetzt, sind Laufhunde klasse Familienhunde, doch brauchen sie viel Auslauf, um tatsächlich glücklich zu sein.

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Beispielsweise kleine Münsterländer. Ihr Verhalten und Ihre Art gleichen dem Habitus der Laufhunde.

Stöber- und Apportierhunde

Auch hier haben wir es mit Jagdhunden zu tun, die immer wieder gerne bei der Jagd Einsatz finden.

Als Beispiel dient der beliebte „Nederlandse Kooikerhondje“ aus den Niederlanden. 

Diese Rasse gilt als intelligent, gesellig, fröhlich und temperamentvoll.

Sie kommt gut mit anderen Hunden aus. Sie reagieren eher schüchtern und nie aggressiv. 

Damit sind sie für Jung und Alt, Single oder Großfamilie der optimale Hund, den man einfach nur liebhaben kann.

Begleit- und Gesellschaftshunde

Chihuahua kurzhaar
Kurzhaar Chihuahua – Elena Lar/shutterstock.com

Wie der Name schon sagt, diese Hunde sollen ihren Herrchen oder ihren Frauchen Freude bereiten.

Ihre Aufgabe ist es, zu begleiten bzw. als Gesellschafter zu dienen. 

Besonders ältere Menschen oder Menschen mit bestimmten Gebrechen profitieren von der absoluten Loyalität dieser Hunde.

Natürlich sind sie auch als Familienhund unschlagbar und werden als überaus anpassungsfähig bezeichnet.

Zugehörige Rassen: Bichon Frisé, Chinesischer Schopfhund, Chihuahua und Boston Terrier.

Windhunde

Die majestätisch wirkenden Hunde sind flinke, als Jagdhunde geschätzte Begleiter mit einem etwas reservierten Wesen und großem Beschützerinstinkt.

Windhunde brauchen von Natur aus viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Bewegung ist für Windhunde das A und O.

Ohne den täglichen „Run“ fühlt sich ein Windhund nicht wohl in seinem Fell. 

Deshalb solltest du nur dann einen Windhund wählen, wenn du ihm auch genügend Auslauf bieten kannst.

Fremden gegenüber steht diese Rasse recht skeptisch gegenüber. Es braucht etwas Zeit, um sein scheues Herz zu erweichen. 

Windhunde lieben ein ruhiges Umfeld. Kinderlärm gefällt ihnen nicht unbedingt, deshalb sollte der Windhund besser in einem Haushalt ohne Kinder leben.

Welche Möglichkeiten hast du, die deinem Hund genügend Auslauf schenken?

Gassi mit Hund

Bevor du dich für eine bestimmte Rasse entscheidest, schau dich bitte in deiner näheren Umgebung um. Was wirst du deinem Vierbeiner an Auslauf bieten können?

Du weißt, auch wenn dein Hündchen kein „Rennhund“ ist, muss er doch von Zeit zu Zeit (mehrmals am Tag) sein Geschäft erledigen.

Hierzu eignet sich ein Spaziergang perfekt, denn anders als bei Katzen kannst du dem Vierbeiner kaum eine Hundetoilette anbieten.

Bereits von klein auf sollte dein Hund ans Gassi gehen gewöhnt werden. Ein Hund braucht den Auslauf wie die Luft zum Atmen.

Auch nutzt er die täglichen Spaziergänge für weitere wichtige Hundeangelegenheiten. 

Zum Beispiel erfährt er durch gründliches Schnüffeln am Boden oder an einem Baum, welche anderen Hunde schon vorbeigekommen sind, wie groß oder klein diese sind und welchem Geschlecht sie angehören.

Auslauf steigert die Lebensfreude des Hundes und trägt zu dessen Gesunderhaltung bei. Menschen, die ihren Tieren wenig Auslauf gönnen, quälen das Haustier damit.

Ein Hund, der das Außengelände kaum kennt, verkümmert und wird depressiv. 

Darum sei bitte ehrlich zu dir selbst: Ist deine Wohnung wirklich groß genug, um einen Hund artgerecht zu halten?

Befinden sich Wiesen oder kleinere Waldstücke in der Nähe? 

Besitzt du einen Garten, in dem dein Hündchen sich nach Lust und Laune austoben kann?

Selbst wenn nichts davon zutrifft, hast du die Möglichkeit, mit deinem Hund tägliche Ausflüge zu tätigen? 

Wie? Ganz einfach: Du packst deinen Liebling ins Auto und fährst mit ihm zum nächsten Waldstück oder zu einem nahegelegenen Park. Du musst es nur wollen!

Kommen solche Ausflüge aus zeitlichen Gründen kaum infrage, solltest du dich besser vom Wunsch, einen Hund in deiner Wohnung aufzunehmen, verabschieden, denn fehlen Zeit und Platz, tust du dir und dem Vierbeiner auf Dauer gesehen keinen Gefallen.

Züchter, Privatperson oder Tierheim – Welpe oder ausgewachsener Hund?

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Bully – Rainer Fuhrmann/shutterstock.com

Es steht fest. Du möchtest einer bestimmten Hunderasse ein neues Zuhause schenken.

Nun gibt es verschiedene Wege, deinen Herzenswunsch zu erfüllen. 

Zuvor solltest du dir darüber klar sein, ob du einem erwachsenen Hund oder einem Welpen in den Leben lässt.

Bedenke: so niedlich und tollpatschig die kleinen Racker auch mit 10 bzw. 12 Wochen auch sein mögen, sie wachsen sehr schnell.

Zurück bleibt ein Hündchen im ausgewachsenen Zustand, das nun so bleibt, und zwar bis ans Ende seines hoffentlich langen Hundelebens.

Auch ältere Hunde freuen sich über ein neues Zuhause und nehmen es meist dankbar an.

Ist die Frage „Welpe oder ausgewachsener Hund“ geklärt, darfst du dir überlegen, wer der Überbringer deines neuen tierischen Hausgenossen sein darf.

Hier kommen gleich drei Möglichkeiten infrage: Züchter, Privatperson oder Tierheim.

Soll dein neuer Begleiter ein Rassehund mit Stammbaum sein oder darf es auch ein Mischling sein? 

Mischlingen sagt man nach, dass sie wesentlich unempfindlicher und meist auch deutlich gesünder als reinrassige Hunde sind.

Ob dem so ist, bleibt zu beweisen. Bisher gibt es keine Studien, die das belegen würden.

Was aber tatsächlich wahr ist, ist die Tatsache, dass man für einen Rassehund deutlich tiefer in die Tasche greifen muss.

Für einen Studenten wahrscheinlich untragbar und für so manchen Wenigverdiener ebenfalls. 

Kauf beim Züchter

Wenn du dich für den Züchter entscheidest, hast du den Vorteil deinen Wunschhund und wahrscheinlich gleich auch den ganzen Wurf samt Mama und Papa kennenzulernen.

Außerdem gibt dir der Züchter die Möglichkeit, den Hund etwas näher kennenzulernen, bevor du dich für genau ihn entscheidest.

Der Züchter überreicht dir zusätzlich die notwendigen Papiere, die dein Hündchen ausweisen.

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Du erkennst anhand der Unterlagen, welche Untersuchungen und Impfungen beim Tierarzt bereits durchgeführt wurden und welche demnächst fällig sind.

Welche Dinge brauchst du, bevor du deinen kleinen Welpen zu dir nach Hause holst?

Erstausstattung Hund
@shutterstock.com

Wenn dein Hund Einzug in sein neues Domizil hält, gibt es jede Menge vorzubereiten.

Nachfolgende Checkliste hilft dir, deinem Schlappohr ein gemütliches Nest zu zaubern. 

Erstausstattung Hund

Eine gute Vorbereitung ist alles. Die Erstausstattung darf aus folgenden wichtigen Utensilien bestehen:

Sicher fallen dir noch weitere Dinge ein, die dein Hündchen unbedingt haben sollte.

Lass dich einfach im Internet oder in Tierfachgeschäften vor Ort inspirieren und finde heraus, was wirklich sinnvoll und notwendig für deinen Liebling ist.

Wie viel Pflege braucht ein Hund?

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Fellwechsel beim Husky – Konstantin Zaykov/shutterstock.com

Das Fell und die Pfoten eines Hundes brauchen regelmäßige Pflege.

Bade deinen Hund nur dann, wenn er besonders schmutzig ist. 

Verwende hierzu hochwertiges Hundeshampoo, das für die Haut deines Vierbeiners am besten geeignet ist.

Kämme sein Fell regelmäßig. Für Hunde mit langem Haarkleid gilt:

Eine tägliche Pflege mit einem speziellen Hundekamm oder einer guten Hundebürste ist unerlässlich. 

Wer die Fellpflege beim Hund vernachlässigt, erntet alsbald ein verfilztes, glanzloses und auch knotiges Fell.

Gerade in den Wintermonaten ist eine dauerhaft achtsame Pflege der Fußballen vonnöten. 

Streusalz auf den Gehwegen kann die Ballen verletzen und Wunden hinterlassen.

Fette die Fußballen deines Hundes mit beispielsweise Pfotenwachs ein. 

Vergiss bitte vorher nicht, die Pfoten deines Tieres von Splitt und sonstigem Unrat zu befreien. Bade die Pfoten vor dem Eincremen in lauwarmem Wasser.

Ein Hund benötigt außerdem eine achtsame und nachhaltige Krallenpflege.

Gerade bei Vierbeinern, die wenig Auslauf haben, wetzen sich die in der Regel schnell wachsende Hornschichten kaum ab. 

Dies kann zu einer starken Behinderung und zum Einreißen der Krallen führen. 

Wenn du dir zutraust, die Krallen deines Tieres von Zeit zu Zeit selbst etwas zu kappen, solltest du dich vorher genau über diesen Vorgang informieren, da du beim Regulieren der Krallen eventuell ein Blutgefäß verletzen könntest.

Am besten, du vertraust dich einem Tierarzt an oder du nimmst die Dienste des „Hundefriseurs“ wahr.

Dieser ist nicht nur für den Fellschnitt des Hundes, sondern auch für das Schneiden bereits überstehender bzw. zu langer Krallen verantwortlich.

Tipp: Beim Hundefriseur ist das Cutten der Krallen meist preisgünstiger.

Zur Pflege deines Haustiers gehört auch die regelmäßige Fellkontrolle.

Flöhe, Zecken oder anderes Ungeziefer warten in Wiesen, Hecken und unter Bäumen auf ihre große Chance, sich an deinem Tier zu nähren. 

Spezielle Hundeshampoos und Tinkturen, auch Zeckenhalsbänder und bestimmte Bäder helfen, den Befall des Felles auf ein Minimum zu reduzieren.

Das Gleiche gilt für den Milbenbefall in den Ohren des Tieres. Hunde mit Milbenbefall kratzen sich die Ohren regelrecht wund, manchmal sogar blutig.

Achte auf das Alarmsignal und besorge dir qualitativ hochwertige Anti-Milben-Mittel aus der Apotheke oder aus der Drogerie.

Welche Kosten kommen für dich als Hundehalter zu?

Hund beim Tierarzt
Hund beim Tierarzt – wavebreakmedia/shutterstock.com

Es ist leider nicht so, dass du ein Hündchen erwirbst und damit alle Kosten zeitlebens gedeckt sind.

Wer sich auf das zweifellos schöne Abenteuer „Hund“ einlässt, muss mit weiteren Kosten rechnen:

Preisunterschiede gibt es bereits bei der Anschaffung. Je nachdem, wo du dein Hündchen herbeiziehst, darfst du eine Schutzgebühr von 150 Euro, manchmal auch bis zu 300 Euro vor Ort entrichten.

Diese Regelung gilt für Tierheime oder andere Tierschutzinstitutionen.

Bei einem Züchter wirst du für einen gesunden Rassehund zwischen 500 und 2000 Euro los.

Von Privat ist es oft eine reine Verhandlungssache. 

Umsonst bekommst du deinen Wunschhund allerdings nirgends und falls durch Zufall doch, kommen als Nächstes die Kosten für die Erstausstattung (s.o.) hinzu, die je nach Qualität oft auch mehrere hundert Euro betragen kann.

Weiter geht es mit den laufenden Kosten. Im Monat darfst du ungefähr mit 80 bis 120 Euro an Tiernahrung rechnen.

Wird dein Haustier krank, kommen zusätzlich Tierarztkosten verschiedener Höhe hinzu.

Und last but not least, ist es die liebe Hundesteuer in den meisten Ländern, die für den Ersthund mit zirka 50 bis 100 Euro jährlich zu Buche schlägt.

Tipp: In Kleinanzeigenportalen und auf Flohmärkten kannst du gebrauchtes Zubehör manchmal wesentlich günstiger ergattern. Einfach mal nachschauen und vergleichen.

Fazit zu – welcher Hund passt zu mir

Mit dem Kauf eines Hundes ist eine große Verantwortung verbunden.

Ein Hund braucht seinen täglichen Auslauf, möchte zudem richtig gepflegt, erzogen und gut behandelt werden. 

Er braucht auch seinen festen Platz in der Rangfolge des „Rudels“, als welches er künftig deine Familie auf jeden Fall wahrnehmen wird.

Dass dies wohl einer der letzten Plätze sein wird und (alleine aus Gründen der Sicherheit) auch sein muss, ist kein grundsätzliches Problem für ihn, solange es keinen Konkurrenzkampf darum geben wird.

Überlege dir genau, was dein Vierbeiner braucht und ob dieser mit deiner Wohnung, der Familie und dem Umfeld kompatibel ist.

Ist das der Fall, gratuliere ich dir zu deiner Entscheidung und wünsche dir und deiner Spürnase viele glückliche Momente und viele gemeinsame Jahre.

Lass uns weiter unten in den Kommentaren wissen, ob wir dir weiterhelfen konnten und wie du dich entschieden hast.

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