Was ist eine Wurmkur bei Katzen?

Wurmkur bei Katzen
Bild: @shutterstock.com

Unsere Hauskatzen leben in einem sehr engen Verhältnis mit uns. Oft teilen wir sogar unser Bett mit ihnen. Bereitwillig entfernen wir täglich ihre Hinterlassenschaften mit derselben Hingabe, wie wir unseren Kindern die Windeln wechseln. Leider vergessen wir dabei aber gerne, dass unsere Katzen gerade durch unseren engen Kontakt auch Krankheiten auf uns Menschen übertragen können. Würmer zum Beispiel.


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Alleine aus diesem Grund sollte sich jeder Katzenhalter mit dem Thema Wurmkur bei der Katze gründlich auseinandersetzen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und Behandlungsschemen. Die Untersuchung von Kotproben kann wichtige Informationen liefern. Wie du dich dem kontrovers diskutierten Thema Wurmkur bei Katzen am besten näherst und was du grundsätzlich über Würmer bei der Katze wissen solltest, erfährst du im nachfolgenden Artikel.

Wie erkenne ich einen Wurmbefall bei Katzen?

Es liegt ein eindeutiger Wurmbefall bei deiner Katze vor, wenn du Würmer sehen kannst. Zum Beispiel kleine weiße Reiskörner, die deiner Katze am Po kleben. Das sind eingetrocknete Bandwurmglieder, sogenannte Bandwurm-Proglottiden. Sie stellen das Eipaket des Bandwurms dar.

So eine Proglottide kann je nach Art 15.000-100.000 Bandwurmeier enthalten! Der erwachsene Wurm verbleibt dabei in der Katze, nur die Proglottiden werden ausgeschieden. Diese können, bevor sie getrocknet sind, auch wie ein kleines zu matschig gekochtes Reiskorn aussehen und sich bewegen.

Gar nicht so selten erbrechen Katzen Würmer, vor allem bei hochgradiger Verwurmung. Auch im Kot kann man manchmal Würmer entdecken, welche wie lange Spaghetti oder Bandnudeln aussehen können. Ebenso die oben erwähnten Reiskörner kann man im Kot finden.


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Doch nur, weil du keine Würmer sehen kannst, heißt das nicht, dass keine Würmer da sind. Häufig werden nur die Eier mit dem Kot ausgeschieden, diese können nur nach vorheriger Probenaufbereitung im Mikroskop sichtbar gemacht werden. Außerdem werden nicht mit jedem Kotabsatz Wurmeier ausgeschieden.

Kotproben sollten daher über mehrere Tage gesammelt werden. Bei Katzenwelpen sieht man häufig den sogenannten „Wurmbauch“. Ein geblähtes und oft schmerzhaftes Abdomen bei kleinen Kitten, gerne begleitet von Durchfall und fehlender Gewichtszunahme. Auch Würgen und weißschaumiges Erbrechen kann ein Hinweis auf Würmer bei der Katze sein.

Bei chronischem Wurmbefall kommt es zur Abmagerung und stumpfem Fell. Auch sehe ich bei starker Verwurmung immer mal wieder den Vorfall der dritten Augenlider der Katze (im Fachjargon als Nickhautvorfall bezeichnet). Manche Katzen zeigen auch eine Fressunlust und oder blutig- schleimigen Durchfall.

Analer Juckreiz kann auch beobachtet werden (übrigens ebenso bei befallenen Menschen). Im Blutbefund kann bei einer verwurmten Katze Blutarmut auffallen, auch Proteinmangel und starker Wasserverlust können festgestellt werden. Eine gefährliche Komplikation bei Wurmbefall kann Verstopfung sein, im schlimmsten Fall kann durch ein „Wurmknäul“ im Darm ein Verschluss verursacht werden. So ein Wurmmileus kann zu Kreislaufversagen und oder Darmruptur führen. Unbehandelt ein Todesurteil für betroffene Miezen!


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Welche Würmer können Katzen befallen?

Das ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Hier spielen beispielsweise die geografische Lage und damit verbundene klimatische Bedingungen eine Rolle (Jahreszeiten). Aber natürlich haben die Lebens- und Fressgewohnheiten deiner Katze einen sehr großen Einfluss darauf, mit welchen Würmern sie sich infizieren kann. Der erfolgreich Mäuse jagende Freigänger ist hier sicher gefährdeter, als das reine Stubenkätzchen. Weiter auf Seite 2!

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